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Black Friday 2019 - No More Bad Buys

Es ist soweit – der jährliche Wahnsinn startet kommende Woche. Wir haben lange kontrovers diskutiert, wie wir uns zu Black Friday aufstellen und haben uns schlussendlich entschieden, diese Zeit zu nutzen, um unsere Perspektive eines besseren Konsums zu artikulieren.

Konsum, der [kɔnˈzuːm]: Verbrauch […] Verzehr, Genuss.

Wir kaufen immer mehr. Und verzehren unseren Planten und uns selbst. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Industrieländern übersteigt die Ressourcen unserer Erde um ein Vielfaches. Maßloser Konsum, der künstlich erzeugte Bedürfnisse befriedigt. Kaufen ist die Antwort der Konsumgesellschaft auf unser Streben nach Glück, Identität und Lebenssinn. 24/7, schnell, allerorts und von überall her. Produkte machen Image statt Sinn. Kaufen, um zu sein. In wachsenden Mengen. Denn Massenproduktion mindert Wert und Wertschätzung.

Wir konsumieren immer schlechteren Stoff in immer höheren Dosen. Das Ergebnis: Einsamkeit und Depressionen nehmen ständig zu - wer sich über den Kauf von Dingen definiert, wird krank. Dinge, die unter katastrophalen ökologischen und ethischen Bedingungen produziert, transportiert und entsorgt werden. Rohstoff- und Wasserknappheit, Abholzung, Plastikmüll und Artensterben. Verseuchte Ökosysteme, zu viel CO² und Klimawandel – der hohe Preis für billigen Konsum.

Wir sind nicht bereit, ihn zu zahlen. Wir feiern keine schwarzen Freitage, die unsere Ressourcen rauben. Wir sind in der Verantwortung. Unsere Kaufentscheidung hat Gewicht. Jede einzelne. Nicht zu konsumieren oder besser zu konsumieren. Fair Fashion, Upcycling, Urban Gardening, Green Mobility, Eco Travel, Support Your Locals - es gibt sinnvolle Alternativen. Nutze sie. Und gib mit jedem Kauf deine Stimme ab: für Denken in Kreisläufen, Nachhaltigkeit und kommende Generationen.
#NoMoreBadBuys

Our Statement

Unsere Statement Styles zum Black Friday - aus Lagerware und in begrenzter Auflage.
Pro verkauftem Hoodie oder T-Shirt gehen 10€ Spende an Fridays For Future.

4_nmbb Hier geht's zur Limited Edition #XBB

Make Your Black Friday Green.

Schwarze Schnäppchen kommen bei uns nicht in die Tüte. Gemeinsam mit dir machen wir den Freitag grün: Am 29. November startet unser Green Friday Sale. Pro zwei verkauften Artikeln aus dem Sale spenden wir einen an den fantastischen Hanseatic Help e.V.

Gegen den Schnäppchen-Wahn, aber trotzdem Sale? Als nachhaltiges Label?! Wie das zusammenpasst:

Bei den großen Fast Fashion Anbietern ist Sale direkt für die Tonne. Im Wochenrhythmus bringen sie neue Kollektionen auf den Markt, die direkt als Sale-Artikel deklariert werden – ohne Wertschätzung für Arbeit und Ressourcen. Mangels Qualität glänzen die „Schnäppchen“ weder mit Langlebigkeit noch Lieblingsteilpotential und wandern nach kurzer Tragzeit in den Müll oder Altkleidercontainer.
Als nachhaltiges Label entwickeln wir nur zwei Kollektionen im Jahr – mit ca. 18 Monaten Vorlauf. Dabei entstehen hochwertige, zeitlose Styles statt kurzlebiger Trends. Der lange Vorlauf bei Kalkulation und Produktion erschwert die Vorhersagbarkeit äußerer Faktoren, die unseren Abverkauf beeinflussen – in warmen Wintern oder kalten Sommern bleibt mehr Ware im Lager. Ebenfalls schwer zu kalkulieren: Randgrößen.
Wir brauchen also den Sale, um im Lager Platz zu schaffen. Keiner unser Artikel im Sale wurde eigens für diesen produziert, es handelt sich immer um Lagerware – ohne Aufwand zusätzlicher Ressourcen. Und die Qualität bleibt gleich, egal, ob du zum vollen oder reduzierten Preis kaufst: Organic. Fair. Vegan.

Wir haben uns für den Green Friday Sale entschieden, wohlwissend, dass wir uns kritischen Stimmen werden stellen müssen. Vorwürfen, am Black Friday mitverdienen zu wollen, nur ohne das schlechte Image der konventionellen Marken. Diese Vorbehalte sind nachvollziehbar. In einer Zeit, in der Konsum derart im Focus steht, ist jede Entscheidung für Verzicht umso wichtiger. Als Unternehmen können wir uns aber nur weiter für positive Veränderungen in der Fashion-Industrie stark machen, wenn wir uns der Realität stellen. Und die bedeutet erstes: Ja, auch wir müssen Umsatz machen. Um Betriebskosten zu decken, Gehälter zu zahlen, Produzentenrechnungen zu begleichen und neue Kollektionen zu beauftragen. Um 2020 als Unternehmen vollständig plastik- und klimaneutral zu werden und da, wo es nicht anders möglich ist, Kompensationszahlungen an Klimaschutzprojekte zu leisten. Würden wir nicht wirtschaftlich denken, hätte recolution keine Zukunft.

Zweitens: Die breite Masse shoppt an Black Friday. Die Umsatzprognose für 2019 beläuft sich auf über drei Milliarden Euro. Und noch immer sind weniger als 1% der in Deutschland verkaufen Textilien nachhaltig produziert. Hier sehen wir einen Hebel, um Konsumenten zu erreichen: Faire Mode zum Sale-Preis bietet einen guten Einstieg in die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit. Wer einmal fair gekauft hat, der entwickelt ein zunehmendes Bewusstsein für die Fast-Fashion-Problematik und beginnt, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Eco Fashion überzeugt durch Qualität und das gute Gefühl, „besser“ eingekauft zu haben. So entscheiden sich künftig hoffentlich immer mehr Menschen, die nicht unmittelbar auf Niedrigpreise angewiesen sind, gegen den Griff zur Billigklamotte.

Aus diesen Gründen können und wollen wir nicht den totalen Konsumverzicht ausrufen, sondern aufzeigen, dass glücklicherweise viele von uns die Wahl haben, etwas zu verändern.

5 Rules For Better Shopping

Du siehst: Der Green Friday ist unsere Chance, neue Impulse zu geben für einen besseren, bewussteren und nachhaltigen Konsum. 

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Sei dabei - spread the word. Join the recolution.

Hoppla, da ist etwas schief gelaufen!

Verstanden!