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Plastic is not fantastic.

Das globale Plastik-Problem.
Plastikflaschen, Getränkedosen, Plastiktüten, Coffee-to-go-Becher, Zigarettenkippen… Vorbei die Zeiten des beschaulichen Muschelsammelns, so richtige Beachlife-Romantik will dieser Tage nicht mehr aufkommen. Doch das unschöne Treibgut ist nicht nur ein ästhetischer Dorn im Strandurlauberauge, sondern inzwischen ein globales Umweltproblem von katastrophalem Ausmaß. In den Weltmeeren entstehen gigantische Müllstrudel, der Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik hat heute die Größe Mitteleuropas.
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10 Millionen Tonnen Abfälle gelangen jedes Jahr in Ozeane – etwa 75% davon aus Kunststoff. Und der ist langlebig, weil nicht biologisch abbaubar. Unter Einfluß von UV-Strahlung, Strömung und Abrieb beginnt eine allmähliche Zersetzung in winzige Plastikpartikel. So braucht eine Plastiktüte etwa 10-20 Jahre, bis sie sich vollständig zersetzt hat; bei einer Plastikflasche kann es bis zu 400 Jahre dauern, manches Plastik verrottet nie. 
Hunderttausenden Meeressäugern und Millionen von Seevögeln werden die Reste unserer Wegwerfgesellschaft alljährlich zum Verhängnis. Robben, Wale, Delfine und Schildkröten verfangen sich in alten Fischernetzen, ertrinken oder erleiden schwere Verletzungen. Das Verdauungssystem der Tiere ist verstopft mit gefressenem Plastik, das sie mit vollem Magen verhungern lässt.
Woher kommt der ganze Müll?
80% des Plastiks im Meer stammen vom Land. Flüsse tragen Abfälle aus dem Landesinneren in die Ozeane. Achtlos weggeworfener oder verwehter Verpackungsmüll in Parks, an Badeseen oder am Straßenrand verschandelt nicht nur unser Stadtbild, sondern gelangt früher oder später in die Kanalisation, ein Gewässer oder direkt in einen Fluss. Und wird damit zu einem Problem für das gesamte marine Ökosystem. Allein die Donau spült täglich (!) 4,2 Tonnen Plastik ins Schwarze Meer.

Mikroplastik in aller Munde.
Die wahre Dimension der Katastrophe bleibt unsichtbar unter der Wasseroberfläche: 70% der Kunststoffe sinken auf den Meeresgrund. Dort zersetzen sie sich langsam und geben winzige Bruchstücke ins Meer ab. Mit ihnen werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt; die Plastikpartikel - das Mikroplastik - selbst wirkt wie ein Magnet auf im Meerwasser gelöste Umweltgifte. Die giftigen Partikel reichern sich im Organismus von Kleinstlebewesen, Korallen und Muscheln an, gelangen in die Mägen von Fischen und schließlich als unsichtbares Topping auf dein Sushi. Nachgewiesen wurde Mikroplastik bereits in unserem Trinkwasser, in Salz, Bier, Honig - und im menschlichen Körper.
Kleine Teilchen auf großer Reise.

Doch nicht nur der unansehnliche, achtlos weggeworfene Plastikmüll ist ein Problem - beinahe unsichtbar lauert der Kunststoff auch in Kleidung und Kosmetik. Mikroplastik findet sich in flüssiger Form oder als winzige Kügelchen in nahezu jedem konventionellen Pflegeprodukt: Zahnpasta, Duschgel, Peelings, Make-Up, Sonnencreme... Du nimmst es über die Haut auf und spülst es den Abfluss hinunter. Die mikroskopisch kleinen Teilchen gehen ungefiltert auf Reisen in den großen Ozean. Mikroplastik beim Kauf konventioneller Kosmetik aufzuspüren ist tricky, die Hersteller-Bezeichnungen sind vielfältig – die Faustregel PPP lautet: „Poly = Plastik = (P)finger weg!“. Garantiert plastikfrei pflegst du dich mit zertifizierter Naturkosmetik.
Unsere Freunde von Greenpeace haben eine sehr schöne 
Liste aller mikroplastischen Inhaltsstoffe in Kosmetik erstellt, auf die du künftig gern verzichten kannst.

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Die große Faserflut.
Okay, nackig bist du jetzt also bestmöglich mikroplastikfrei. Wie sieht es angezogen aus? Schonende Naturfaser oder schweißtreibendes Polyacryl...?! Egal ob billige Fast-Fashion-Klamotte oder hochwertige Outdoor-Funktionskleidung, sie alle haben eins gemein: Plastikfasern. Und diese haben einen gewaltigen Anteil am Mikroplastik-Desaster unserer Weltmeere. Bei jedem Waschgang brechen feinste Faserteilchen ab, denen weder der Filter deiner Waschmaschine noch moderne Kläranlagen Herr werden. Über das Abwasser ergießt sich diese Faserflut schließlich in unsere Ozeane. Wenn eine Stadt wie Berlin ihre Wäsche wäscht, entspricht die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastikfasern der einer halben Millionen Plastiktüten – jeden Tag!
Wo deine Waschmaschine schwächelt, da wirst du selbst zum Gatekeeper: Sag "Bye bye, Plastik!"

Die Alternative: Kleidung aus Naturfasern, biologisch abbaubar.
Alles, was du für einen entspannten Streetstyle ohne fiese Kunstfasern brauchst, findest du bei uns. Wir verzichten auf synthetische Materialien und machen Lieblingsklamotten aus 100% Bio-Baumwolle und Tencel. Erfahre hier mehr über die
ökologischen Materialien und nachhaltige Produktion unserer Urban Classics - GOTS-zertifiziert, vegan und mikroplastikfrei.
Wem seine synthetische Funktionskleidung für Sport- und Outdoor-Aktivitäten aber lieb ist, dem sei hier wärmestens der 
Guppyfriend Washing Bag ans Herz gelegt - ein Waschbeutel, in dem Faserreste aufgefangen und über den Hausmüll entsorgt werden können.

Ploggen gegen Plastik.

Unser Engagement endet nicht mit der Produktion von mikroplastikfreier Kleidung. Um ein Zeichen für Müllvermeidung und einen nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen zu setzen, riefen wir zum "Schmutzigsten Workout Hamburgs“ auf - und unser allererstes Plogging Event ging an den Start:
Der recolution JUNK 'N' RUN.
Unter dem Motto CLEAN UP YOUR CITY haben wir unsere Laufschuhe geschnürt und dem Müll auf Hamburgs Straßen den Kampf angesagt.

Definition Plogging:
„Plogging“ setzt sich zusammen aus „Jogging“ und dem schwedischen Wort „Plocka upp“ für „aufsammeln“, „aufheben“. Es verbindet sportliches Training mit Umweltschutz: Während des Joggens oder Walkens wird herumliegender Müll aufgesammelt.

 


Nach einem ordentlichen Warm-Up am Karo Beach vor der Rindermarkthalle St. Pauli mit unserer Profi-Trainerin von der KAIFU-LODGE wurde auf drei verschiedenen Strecken rund um Schanze und Alster bei bestem Hamburger Schietwetter geploggt, was Knie und Oberschenkel hergaben - Zigarettenstummel, Strohhalme, Coffee-to-go-Becher, Plastikflaschen und das ein oder andere exotische Fundstück wanderten in den Sack. Der imposante Müllberg wurde stolz den Profis der Hamburger Stadtreinigung übergeben. Zusammen haben wir satte 220 kg (!) Abfall eingesackt. Und dabei unsere Kinder und uns selbst, Passanten und Presse für das Thema Müllvermeidung sensibilisiert.
Ein derbes Dankeschön an all die fleißigen Plogger*innen da draußen!
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Noch mehr Impressionen von unserem 
recolution JUNK 'N' RUN findest du auf Facebook und Youtube.
...und was wir können, kannst du schon lange. Egal ob solo oder in der Gruppe: Tu was für deinen Körper, dein Karma und unser aller Umwelt – geh ploggen!

It's up to us.
Du siehst: Umweltschutz und soziale Verantwortung beginnt bei jedem selbst – schon mit täglichen Basics wie Körperpflege und Kleiderwahl nimmst du Einfluss!
Wir sagen: Jeder einzelne kann etwas bewegen und gemeinsam bewegen wir noch mehr. Stell dich mit uns der Plastikflut entgegen, schaffe Bewusstsein, mach deinen Alltag (mikro)plastikfrei!
Plastic is not fantastic - but you are!

Hoppla, da ist etwas schief gelaufen!

Verstanden!